Die Auflösung [za-lit003]

Autor: Querald Mismuth
Verfassungsdatum: 1823
Veröffentlichung: 13.12.2005
Länge: 4 Seiten
Download: za-lit003.pdf (25 KB)

Diesen Text hat der Vollidiot Querald Mismuth, aus Ermangelung an Fähigkeiten, im Jahre 1823 und im Zustand geistiger Umnachtung ohne jegliches Niveau und literarische Begabung verfasst. Von der Lektüre wird aus medizinischen Gründen strikt abgeraten.

Leseprobe:

Die Wände des Raumes schienen immer näher zusammen zu rücken. Die Enge war beklemmend. Er mußte hinaus. Helmut S. verließ seine Wohnung ohne abzuschließen. Obwohl es in dem fensterlosen Treppenhaus selbst an einem solchen sonnigen Nachmittag im Frühling düster war, machte er kein Licht an. Er trat auf die Straße und es schlug ihm das helle Licht und die Wärme der Sonne entgegen. S, fing an zu gehen. Erst langsam, dann wurde er schneller. Er ging wieder langsamer. Er versuchte einfach nur zu gehen, aber seine Füße gehorchten ihm viel zu sehr, als daß er dies zustande gebracht hätte. Er setzte einen Fuß vor den anderen, doch es war jedes Mal ein bewußter Vorgang. Es ließ sich nicht automatisieren. Jedes Mal mußte er sich von neuem entscheiden, wie weit und wie schnell er seine Beine bewegte. Er versuchte sich auf seine Umgebung zu konzentrieren, um sein Bewußtsein in Anspruch zu nehmen und das Gehen dem Unbewußten zu überlassen. In einer Nebenstraße wurden neue Gasleitungen verlegt. Die Arbeiter waren gerade dabei die Straße aufzugraben. Aufgrund der Hitze hatten sich die meisten von ihnen die Hemden ausgezogen. Mit von der Sonne gebräuntem Rücken, sich hin und wieder den Schweiß von der Stirne wischend, verrichteten sie langsam aber gleichförmig ihre Arbeit. Es würden noch einige Stunden vergehen, bis der Arbeitstag zu Ende gehen sollte. Einer rief etwas Unverständliches, doch keiner schien sich angesprochen zu fühlen. Daraufhin schaltete er eine Maschine zum Aufschneiden des Alphaltes ein und begann sie der grell markierten Linie entlang zu schieben. Die anderen waren nicht im Geringsten von dem lauten Geräusch, das die Maschine von sich gab, irritiert. Jeder führte seine Tätigkeit in der selben monotonen Weise fort. In einigen Wochen würden die neuen Rohre verlegt sein, doch für keine der Gestalten, die hier in der Nachmittagssonne ihre Kräfte und Fähigkeiten für diesen Zweck einsetzten, hatte dies irgendeine Bedeutung. Sobald die letzte Schicht Asphalt über dem nun entstehenden Graben gezogen wäre, würden sie von der Stadtverwaltung eine neue Straße zugewiesen bekommen, wo der selbe Prozeß des Aufgrabens und wieder Zuschüttens von neuem beginnen könne.
S. war stehen geblieben. …

Mehr? Hier die gesamte Kurzgeschichte: za-lit003.pdf