Mir Mayakow

mir_2007

Kaukasier,wie wir wissen, neigen ab und zu zur Übertreibung. So auch Mir Mayakow, in dessen Musik sich die Extreme seiner Heimatlandschaft wiederfinden. Für den 1979 geborenen Kunststudenten, Sohn eines deutschen Chemikers und einer einheimischen Bäuerin, war es von Beginn an wichtig, die japanischen und britischen Industrialeinflüsse in seinen Kollagen zu reflektieren. Diese sowohl geographische, wie auch musikalische Sonderstellung, führte schlussendlich zu dieser Extremkunst. Throbbing Gristle aus dem Westen, und das japanische Noisenetzwerk aus dem Land der aufgehenden Sonne, gelten wohl zu seinen Haupteinflüssen.

Der mittlerweile noch immer in einem Bunker aus der Zeit des kalten Krieges lebende Mayakow, versteht sich immer noch als Gegner westlicher Konsumgesellschaft und östlicher Philosphie, die er zeitlebens sehr ausgewogen an der Grenze zwischen Europa und Asien zu spüren bekommen hat.
Jedenfalls gilt Mayakow in der westlichen und auch in der asiatischen Avantgarde als Ausnahmekünstler, der auch bei seinen Liveauftritten performative Elemente beider Kulturwelten zu seinen Geräusch(house)kulissen einbindet und verschmelzen lässt.

Kontakt:
Hompage: mir.bidala.org
e-mail: mayakow[at]gmx.net