blocSonic - Viva la revolución!


Dies soll der erste Artikel in einer neuen Serie von Vorstellungen mit Zufall verwandter Projekte sein. Den Anfang macht blocSonic.

Worum es sich dabei handelt, will ich Michael Gregoire, den Begründer von blocSonic, am liebsten kurz selbst erklären lassen:

In this incarnation of blocSonic, it’s a humble blog. A blog which will feature the absolute best netlabel music available. Every month or two I handpick ten terrific tracks, compile them into a tasty Creative Commons licensed compilation called a netBloc. Complete package art and a PDF booklet with complete liner notes are provided to accompany the set. Every issue will be available in three excellent audio formats – FLAC, 320kbs LAME mp3 and 192kbs LAME mp3.

Die Gelegenheit beim Schopf packend, werde ich nun ein bisschen Aufklärungsarbeit über Creative Commons Musik leisten. Also, weiterlesen!

Michaels Musik-Blog ist eine von vielen Versuche, den inzwischen gewaltigen Dschungel an freier Musik übersichtlicher und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Es gibt – besonder Dank archive.org – heutzutage eine große Menge an Netlabels oder völlig unabhängigen Künstlern, die ihre Musik kostenlos ins Netz stellen. Die Rechte werden meist durch Creative Commons Lizenzen geregelt. Dadurch, dass im Prinzip jeder beliebige ein Label starten kann, Webspace zur verfügung gestellt bekommt und dort im Großen und Ganzen veröffentlichen kann, was er will, gibt es natürlich auch jede Menge Wildwuchs. Unter der dadurch entstehenden Unübersichtlichkeit leidet natürlich auch die Popularität dieser Branche. Deshalb haben sich manche Leute zum Ziel gesetzt, die unübersichtliche Masse an Musik, die durch Dienste wie archive.org oder auch SonicSquirrel entstanden ist, zu sichten, nach ihrem eigenen oder dem Geschmack der User ihrer Seiten zu filtern und etwas aufbereitet ein bisschen zu bewerben.

Zum Beispiel gibt es da starfroch.ch, so wie auch SonicSquirrel eine Schweizer Initiative, bei der Netlabels ihre Veröffentlichungen bewerben können. Allerdings wird die Seite von den Betreibern redaktionell überwacht und Sachen die ihnen nicht gefallen nicht veröffentlicht, bzw. in eine sogenannte “Shitparade” gestellt. Dass Geschmack aber eben Geschmackssache ist, scheint den Betreibern bewusst zu sein. Deshalb haben sie noch eine weitere Idee geboren: Britney. Dort kann jedermensch netlabel-relevante Neuigkeiten posten. Benutzer stimmen dann über die Relevanz der Nachricht ab; wenn eine Nachricht genug Stimmen bekommen hat, wird sie auf der Britney-Hauptseite veröffentlicht.

Auch mehr nach dem eigenen Geschmack geht Netlabelism auf No Error, Noiseloop oder auch Traxernews darf jeder seine neuen Veröffentlichungen posten, die dann nach Überprüfung online gestellt werden. Völlig unkontrolliert gehts auf netlabels.org zu, wo alle, die sich registrieren ihre Netlabels und deren Veröffentlichungen unredaktioniert bewerben können.

Das neue und sicherlich praktische an blocSonic ist, dass in regelmäßigen Abständen ausgewählte Musik zu einer übersichtlichen Kompilation zusammengestellt und die glücklichen auserwählten Bands oder Künstler dann in diesem Rahmen beworben werden.

Warum ich diesen Musik-Blog so unterstütze? Weil Michael gleich bei seiner ersten Kompilation einen Song von Patchwork on the Blues integriert hat, was Zufall Aufnahmen natürlich besonders ehrt. Immerhin behauptet blocSonic von sich, die absolut beste Netlabel Musik zu bieten!

(Natürlich ist das keine Aufzählung aller Netlabel-relevanten Seiten, sondern nur eine kurze Einführung. Ergänzungen zu diesem Thema in Form von Kommentaren sind erwünscht!)

Comments

coole sache

hört sich echt spitze an! und es ehrt mich natürlich, dass eines unserer Produkte auserwählt worden ist ;-)

lg, reini

Nächste Kompilation!

Soeben ist Vol. 2 erschienen: DRM killed the music-product machine!

vol3!